Mein Name ist
Marti Lisner, Geb. 1981, verheiratet und Vater zweier Töchter. Der Schießsport begleitet mich seit meiner Kindheit. Mein Vater (

2015)war passionierter Luftpistolenschütze, meine Mutter erfolgreich mit dem Kleinkalibergewehr; beide nahmen in den 1990er-Jahren an Deutschen Meisterschaften teil. Im heimischen Keller stand ein kompletter 10-Meter-Schießstand, auf dem ich bereits mit sechs Jahren meine ersten Schüsse abgab. Ich lernte früh, was Präzision, Ruhe und Ausdauer bedeuten.
Meine Begeisterung für die Luftpistole hielt an. Auch während meiner Zeit bei den Feldjägern der Bundeswehr konnte ich meine Fähigkeiten mit der Kurzwaffe vertiefen. Nach meiner Dienstzeit folgten 20 Jahre ohne aktives Training. 2020 zog ich nach Tornesch, und ein Jahr später wurde ich aktives Mitglied beim SV Tornesch v. 1954 e.V. Schnell merkte ich, wie sehr mir der Sport gefehlt hatte. Immer noch war es die Luftpistole die es mir angetan hatte. Höhepunkt war die Teilnahme an der Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein 2024 – mein erster großer Wettkampf nach dem Wiedereinstieg.
Mit dem Wiedereinstieg kam auch ein altes Problem zurück: Wohin mit der Pistole zwischen den Schüssen? Viele Schützen legen die Waffe auf ein Stück Teppich oder ein Handtuch. Was mich zudem störte, ist dass ich immer wieder anders in den Griff greife. Im Training und Wettkampf kann das kleine Detail störend sein.
Als technischer Designer, der täglich mit CAD-Programmen arbeitet, entschloss ich mich, eine eigene Lösung zu entwickeln. Erste Skizzen führten zu Prototypen, die ich gemeinsam mit einem befreundeten 3D-Druck-Enthusiasten umsetzen konnte. Die frühen Versionen waren noch grob, zeigten aber: Ein kompakter Ständer, der die Pistole sicher hält und immer im gleichen Winkel bereitlegt, funktionierte.
Mit jeder neuen Version lernte ich dazu. Unterschiedliche Winkel und Materialien wurden ausprobiert. Wichtig war, dass der Ständer nicht nur funktional, sondern auch haltbar ist. Schließlich entschied ich mich für ein besonders zähes Kunststoffmaterial, das Stabilität mit Leichtigkeit verbindet. Heute betreibe ich selbst zwei 3D-Drucker, wodurch die Herstellung flexibel und unabhängig ist.
So entstand der X-Stand, ein 3D-gedruckter Pistolenständer, der sichere Ablage, einfache Handhabung und Wiederholbarkeit vereint. Farbe, Oberfläche und individuelle Gravuren ermöglichen eine persönliche Gestaltung, die den X-Stand zu mehr als einem reinen Hilfsmittel macht.
Besonders stolz bin ich auf die X-Stand-PARA Version für Schützen mit Handicap. Die Idee entstand, als PARA-Schützen auf mich zukamen und fragten, ob eine Ladehilfe für Pistolen möglich sei. Gemeinsam mit einem Schützen aus dieser Community entwickelten wir den ersten X-Stand-PARA. Er bietet wie der Standard-X-Stand Stabilität, sichere Handhabung und Individualisierung, ermöglicht darüber hinaus aber das komfortable laden der Waffe. Die Zusammenarbeit mit der PARA-Community hat die Lösung praxisnah gemacht und auf echte Bedürfnisse abgestimmt.
Vor der offiziellen Gewerbeanmeldung 2024 wurde zudem die Wortbildmarke „X-Stand“ gesichert und ein Gebrauchsmuster angemeldet, um die Idee rechtlich abzusichern.
Dank 3D-Drucktechnik lassen sich beide Varianten schnell und kostengünstig herstellen. Klassische Fertigungsverfahren wären zu aufwändig, und Anpassungen oder Tests neuer Ideen sind unkompliziert möglich. Diese Flexibilität hat dazu beigetragen, dass der X-Stand über Deutschland hinaus Verbreitung gefunden hat.
Heute wird der X-Stand weltweit genutzt, von Europa über die USA bis nach Australien und Puerto Rico. Jede erste Bestellung eines Landes trägt die Gravur „The first X-Stand in …“, was jedes Exemplar zu einem besonderen Erinnerungsstück macht.
Der X-Stand verbindet für mich Kindheitserinnerungen, technische Kreativität und sportliche Leidenschaft. Er zeigt, wie ein konkretes Problem zu einer praktischen Lösung führen kann, die weit über die ursprüngliche Idee hinausgeht. Ob Standard- oder Para-Version – der X-Stand bietet Schützen Sicherheit, Präzision und Individualität.